Man hat es kommen sehen, denn es wurde einfach mal wieder Zeit: Wir haben es wiedermal nicht leicht mit den Männern. Oder haben sie es schwer mit uns?
Ist es so vorprogrammiert worden oder eben einfach unser Schicksal, wenn die eine den Männern komplett abschwört und beschließt, den Rest des Jahres mal männerfrei zu begehen und der Rest meiner weiblichen Bekannten Beziehungen sowieso schon total abgeschrieben hat und nur noch auf der Suche nach kurzen Affären, unverbindlichem Sex und ein wenig Spaß ist? Weil für mehr sind die Männer anscheinend eh nicht mehr zu haben.
Liegt es daran, dass wir die Männer nicht mehr ernst nehmen können, die – ob jetzt Ex oder neuer Kerl – von Anfang an nur noch Sex bieten und gleich feststellen, dass sie an was Ernstem nicht interessiert sind? Wieso sollten wir uns darauf einlassen und uns das Gefühl geben lassen, nicht mehr wert zu sein als die Unterwäsche, die er uns so gern vom Leib reißen würde?
Oder liegt es daran, dass wir abgestumpft sind mit der Zeit. Die erste große Liebe hat sich doch als Enttäuschung entpuppt, die ein oder andere Beziehung ging auch in die Brüche. Unsere naiven Träume von Mr. Right zersprangen in tausend Scherben und wir sind daher alle ein bisschen melodramatisch geworden und beschließen von vornherein: alles was einen Penis hat, kann gar nichts taugen und man sollte sich auf so einen bloß nicht einlassen. Deswegen wollen wir auch nur noch Sex wie Samantha haben: Ohne Gefühle.
Wir lassen uns also schmeicheln, uns erzählen, was er gerne alles mit uns anstellen würde, uns bestärken, dass wir die Einzige und die Tollste und sowieso besser sind als alle anderen Frauen. Und dann? Dann wars das. Weil er uns sowieso nur erzählt, was wir hören möchten. Und das tut er nur, damit wir uns letztendlich doch dazu entschließen, dass er eigentlich gar nicht so schlecht ist und uns in verzweifelter Hoffnung auf ein wenig Liebe und Anerkennung am Schluss doch für ihn ausziehen.
Aber ob und für wen wir uns ausziehen, da sollten wir vielleicht ein wenig genauer nachdenken. Denn dass wir früher oder später die Hüllen fallen lassen, ist keine Frage. Irgendwann kommt immer einer, der mehr Charme oder Ausstrahlung hat als die restlichen Kerle und den finden wir dann doch wieder ganz gut, obwohl wir sie doch eigentlich alle in die Tonne treten wollten. Unverbindlich, von mir aus. Aber bitte nur noch mit einem, der das auch zu schätzen weiß. Immerhin müssen wir uns nicht für jeden hergeben. Ich plädiere daher auf rücksichtsvollere Männer, die eine Frau schätzen können. Und auf Frauen, die nicht mehr jeden Kerl ranlassen, sondern lernen, besser auszusuchen. Und vielleicht lernen wir mit der Zeit auch wieder uns selbst zu mögen und dann sollte die Sache mit der Liebe auch kein Problem mehr sein.
Ich versuch dann mal, mich auch selbst dran zu halten.

Am 26. August 2010 um 09:40 Uhr
Es liegt auch ein bisschen Selbstverschuldung in der Luft. Schließlich beschreibst du im ersten Abschnitt. “..nur noch auf der Suche nach kurzen Affären, unverbindlichen Sex und ein wenig Spaß ist?” Weil ihr den Männern das auch anbietet.
Schon mal auf die Idee gekommen, dass sich manche Männer austauschen und die Welt nicht gerade groß ist. Es wird erzählt: “Frau XX ist leicht zu haben, leg ihr die Welt zufüßen, sag ihr das du sie magst, gib ihr das Gefühl geliebt zu werden und sie wird mit dir ins Bett springen” Er hat sein Ziel erreicht, weil ihr es Ihnen zu leicht macht.
Ich finde es wichtig, das eine Frau eine Art verschlossenes Buch ist. Ich möchte mir nicht anhören wollen, das sie mit XY ins Bett springt. Ich will sie kennen lernen ganz vorsichtig. Nur wenn sich beide Öffnen und die ersten “Mauern” gefallen sind, klappt das auch mit dem Lieben.
Zeit, alles was wir brauchen ist manchmal mehr Zeit.
Ich hoffe ich habe nicht zu viel unsinn geschrieben. salü
Am 6. September 2010 um 17:57 Uhr
Mit denen willst Du vielleicht/wahrscheinlich auch nicht sofort in die Kiste springen. Problem gelöst!