In einer Stadt voller Affen bin ich der King.

Luis

Kennt ihr das..? Ein völlig stink normaler Kerl kommt in euren Laden. Steht da und macht nichts, .. Bis er plötzlich zu lächeln anfängt.. Dann den Mund aufmacht und ein Wort nach dem anderen hinaus in eure Ohren strömt? … Oh Gott, das klingt so kitschig, aber genau das ist mir heute passiert. Es war schon pervers, wie toll man jemanden finden kann, denn man gar nicht kennt. Ich schmelze jetzt noch dahin, wenn ich an dieses Lächeln denke. Und natürlich, habe ich NICHT nach der Handynummer gefragt. Aber erstmal genug, von dieser einzigartigen Begegnung, ich will euch heute mal ein bisschen was von meiner letzen Woche erzählen…

Am Montag kam ich in die Arbeit, so wie jeden Tag. Alles war völlig normal, bis meine Chefin auftauchte. Plötzlich fing sie aus heiterem Himmel an, rumzumeckern.. Und ich sollte das Opfer sein. Sie stellte mir folgende Frage “Hast du am Sonntag eine Familie hier im Studio fotografiert?” – Ich antwortete, wahrheitsgemäß mit “Ja..?”. Und da ging der Zirkus auch schon los. Ich durfte mir fast eine halbe Stunde lang anhören, dass ich ihr damit ihr Geschäft zerstöre, dass sie nicht möchte, dass ich Familien und Babys fotografiere.. Usw. Stand wohl erstmal da mit offenem Mund, hatte jedenfalls noch nie was davon gehört, dass ich das nicht darf, ABER nun gut.. Daraufhin hab ich dann auch gleich mal “Fotografier-Verbot” bekommen und musste somit meine nächsten Studio Termine absagen. Herrlich nicht wahr? Nun, ich versteh es ja, dass sie sich dadurch bedroht fühlt, dass ist nicht mein Problem,.. Mein Problem ist folgendes:
Ich bin jetzt im ersten Lehrjahr und möchte alles und so viel lernen wie möglich, doch wie soll mir das gelingen, wenn ich ein “Fotografier-Verbot” bekomme..? Kann mir das mal jemand erklären?
Ein weiteres Beispiel, anderer Tag. Der Chef kommt angetanzt und verkündet mir “Coco, morgen gehen wir zwei ins Labor und entwickeln Negative..!” – Affengeil, oder etwa nicht? Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut und das alles auch gleich in den Terminkalendar eingetragen, damit ja niemand auf die Idee kommt mir dann Termine zu geben.
So besagter Tag war gekommen. Wir gingen ins Labor und ich habe mir erstmal einen sehr lehrreichen und absolut interessanten Vortrag meines lieben Chefs über analoge Fotografie angehört. Doch nach 20 Minuten stand die Katty (meine Kollegin) im Labor und meinte nur “Coco, geh mal hoch,.. Da ist ein Kunde für Passfotos.” – Muss man dazu noch etwas sagen? Ich könnte jetzt noch ausrasten. Warum können meine verwöhnten Kollegen nicht einmal dann die Drecksarbeit machen, wenn ich wirklich wichtige Sachen zutun habe? Es geht einfach nicht in meinen Kopf rein. Und um auf eurer Frage zu antworten, .. – Ja, ich habe längst erwähnt, dass es mich stört, woraufhin nur ein genervtes “Das ist bei den Azubis halt nun mal so..” als Antwort kam.
Ich stelle mir also wieder die Frage, wie ich endlich lernen soll, wenn man mich dauernd rausreist.. Oder mir verbietet Dinge zutun.
An dieser Stelle möchte ich sagen, ich liebe meine Arbeit und auch meine Kollegen, aber ein bisschen gesunder Menschenverstand würde hier niemandem schaden.


tasherl



Eine Reaktion zu “In einer Stadt voller Affen bin ich der King.”


W4yne

Oh mein Gott, wie sinnlos manche Menschen sind.
Versuch einfach in deiner Freizeit soviel wie möglich über die Fotografie zu lernen. Habe die Erfahrung gemacht das man autodidaktisch oder/und gemeinsam mit anderen VIEL besser lernt als wenn man gelernt wird….

MfG Jim




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