Blue Fire
Als allererstes muss ich – fürs Verständnis – mal sagen, dass ich immer schon wahnsinnige Angst vor Achterbahnen hatte. Nicht die kleinen, süßen, die zwei, drei Kurven machen und das wars. Nein, ich mein solche wie die SilverStar, mit 73 m Höhe die höchste Achterbahn Europas oder die Blue Fire, ganz neu im Europapark, in der man in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt wird, die den höchsten Looping einer Katapultachterbahn in Europa hat und in der man gleich noch 3 mal in 360°-Rollen Kopf steht und die während der gesamten Fahrt den Puls misst (anfangs schon 110, raus bin ich mit 126).
Silver Star
Genau solche Achterbahnen waren es, die mir tierisch Angst machten. Bis jetzt. Weil ich nämlich zwei Tage im Europapark war und davor so einigen Leuten versprochen habe, alles zu fahren, was der Rest der Truppe auch fährt. Und ja, ich hab das durchgezogen. Und ja, ich hatte wahnsinnige Angst. Aber am Schluss hat es einfach nur noch superviel Spaß gemacht.
Euro-Mir
Das Allerbeste war ja schon der Anfang: Wir gehen in den Europapark hinein, es war nichts los, wirklich gar nichts. Also höre ich nur noch “Dann fahren wir gleich SilverStar” M-hm, alles klar. Aber gut, ich hatte ja mein Versprechen, das es einzuhalten gab. Also bin ich kleiner Schisser sofort die krasseste Achterbahn überhaupt gefahren. Und es war schrecklich. Ich muss aber sagen, dass es beim zweiten und dritten Mal nur noch halb so schlimm war, am Schluss lässt die Angst immer mehr nach und ich konnte sogar ein bisschen Spaß dran haben. Der Rest war dann quasi pipifax, wie Mama sagte “Jetzt ist alles nur noch Genuss”. Ich hatte ja schon die höchste Achterbahn bezwungen!
Überwindung hat mich dann nur noch die Blue Fire gekostet. Da stand quasi eh niemand an, die hatten wohl alle genau soviel Angst wie ich und wurden nicht von irgendwem gezwungen. Ich muss sagen, dass mich bei der sogar mein Stolz fast im Stich gelassen hätte, der mir sonst verbietet, unten zu warten während alle anderen losfahren. Ich hatte aber wirklich beim Anstehen schon einen Puls von 110 und das knappe 10 Minuten lang. Während der Fahrt lag mein Höchstpuls bei 126, was wohl beweist, dass ich wirklich Angst hatte und das nicht nur so dahingesagt ist. Aber ich war stark und war nach dem ersten Mal richtig begeistert von Loopings, ich-dreh-mich-einmal-um-mich-selbst-Kurven und was da in der Welt der Achterbahnen auch noch so lauert.
So hab ich mich weder von superengen Kurven, in denen sich der Wagon um die eigene Achse dreht und zwar in 28 m Höhe (Euro-Mir) noch von Steilkurven in völliger Dunkelheit (Eurosat) einschüchtern lassen (dass es ab und zu getröpfelt hat, das war uns sowieso egal, dann waren wenigstens weniger Leute da. Außer am zweiten Tag, da hats ne Zeit lang wirklich geschüttet und dann sind wir halt sechs Mal hintereinander Euro-Sat gefahren, die in der großen Kugel, wo man nichts sieht, dafür aber auch nicht nass wird) und hab meine größte Angst überwunden. Und soll ich mal was sagen? Ich bin so mega-stolz auf mich, das glaubt ihr gar nicht. Zu Recht aber!
Favorit meinerseits war eindeutig die Euro-Mir, rückwärts runterzufahren ist einfach ein unvergleichliches Gefühl. Außerdem hat die Euro-Mir die wohl geilste Musik beim Hochfahren, die die Vorfreude noch verstärkt und die 2 Minuten, bis man oben ist, kann man da super zum Abgehen verwenden, wie wir festgestellt haben. Listen to “Project Euromir”
5. September ’09 15:54
