Gerade hab ich gemerkt, dass bei meinem „#liebe für“ eine ganz wichtige Sache fehlt: Grillparties! Erst gestern waren wir wieder zusammengesessen, diesmal in Zolling. Beziehungsweise ein Ortsteil (?) von Zolling. Ziemlich klein und ziemlich verrückt – ab Hausnummer 26 fehlen einfach mal ein paar Häuser und irgendwann geht’s dann ganz anders weiter. Aber das tut ja hier gar nichts zur Sache, weil die location auch so wunderbar gepasst hat.
Man nehme eine gar nicht mal so mittelgroße mittelkleine, selbstgebaute Holzhütte in einem Garten, rundherum lauter Bäume und Felder. Man fühlt sich fast wie in den Bergen. Wenn da nicht ganz in der Nähe noch ein unansehnliches Kraftwerk stehen würde. Also doch nicht in den Bergen, dafür ein richtiger Ort, wo man gern ist und sich sofort wohlfühlt. Und die Berge vermisst man auch gar nicht so sehr.
Wir saßen also ab sieben ungefähr auf der kleinen Bank vor der Hüttn (genauso wie der Großvatter bei dr Heidi!) und haben mal bisschen vorgeglüht, bis der Rest der Rasselbande eingetroffen ist. Dann haben wir den Gasgrill angeworfen, was ungefähr 10 sekunden gedauert hat, luv Gasgrills! Eine, zwei, drei und in manchen Fällen auch noch mehr Lagen Fleisch, Würstl, Salat, Bier, Wodka-Bull und Cola-Rum mit Zitrone später waren wir nicht nur gesättigt, sondern auch schon ziemlich angesäuselt.
Die Musik hat ihr übriges getan und wir haben uns erst mal eine provisorische Tanzfläche geschaffen. Und vom tanzen, trinken und Spaß haben, haben wir uns auch wirklich nicht abhalten lassen. Nicht mal durch diverse Störungen wie gewisse Personen, die entweder ungewollt da waren oder ungewollt viel zu früh gegangen sind, tornadoähnliche Stürme mit Regen und Gewitter und die eine oder andere zigarettenbedingte Brandwunde. Kurz gesagt: toller Abend.
Nur wie man das so kennt sind angetrunkene, von Endorphinen aufgeputschte Jugendliche nicht immer die Vernünftigsten und so kamen wir gegen halb zwei auf die Idee, baden zu gehen. Der nächste Weiher? 5 Minuten Fußweg! Badezeug? Brauchen wir nicht! Regen? Egal! Also los, noch eben zwei Handtücher eingepackt, was im Nachhinein betrachtet bei 7 Personen einfach viel zu wenig ist. Aber uns hat ja nichts mehr gestört. Also zum Weiher, bis auf die Unterbuchsen ausgezogen und rein ins überhaupt nicht kühle Nass. Ganz im Gegenteil zu dem, was wir uns gedacht hätten, war der Weiher nämlich gefühlte 30 Grad warm. Wohl, weils draußen einfach wirklich arschkalt war. Und in so einem Weiher kann man wahnsinnig viel Spaß haben, mit Hahnenkämpfen und den lustigen zwei Surfbrettern, die da einfach am Ufer lagen.
Nach ungefähr einer Stunde, es hatte inzwischen wieder zu schiffen angefangen wie blöd, haben wir uns dann durchgerungen, wieder zurückzugehen. Und eins kann ich euch sagen: So warm wie der See war, so kalt wars draußen dann. Dann das nächste Problem: Halbwegs trockene Klamotten über nasser Unterwäsche? Nicht so lustig. Also einfach raus aus den Buchsen, rein in die Jeans und quasi untendrunter nackt wieder nach Hause gelatscht. Das Lustige dran ist ja, dass uns weder die eisige Kälte, noch die Nässe oder der Wind oder Maxis Beinah-Zusammenstoß mit einem LKW die Stimmung versaut haben.
Zurück in der Hüttn haben wir uns erstmal abgetrocknet, Haare gefönt und dann saßen wir schließlich ziemlich feucht und ziemlich assi (da ausgeliehene Jogginghosen) in der Hüttn rum und haben einfach da weitergemacht, wo wir aufgehört hatten.
Irgendwann gegen vier sind wir dann in den Keller, wo ein riiiesiges weiches Bettenlager auf uns wartete. Und dann merkte man schon, wie es langsam immer ruhiger wurde, weil keiner mehr was sagen konnte/wollte. Also sind wir ganz langsam ins Reich der Träume geglitten. Und haben von Grillen, Chillen und nächtlichen Badeausflügen geträumt.
Fazit: Für so’n Abend würd ich jederzeit alles absagen.
18. juli ’09 20:33
